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		<title>Niavarani lädt zum Dinner for one, two, three,..?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 15:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Michael Niavarani ist nicht nur ein Garant für gute, kurzweilige Unterhaltung und ausverkaufte Säle in ganz Österreich, sondern auch für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="center"><strong style="text-align: left;">Michael Niavarani ist nicht nur ein Garant für gute, kurzweilige Unterhaltung und ausverkaufte Säle in ganz Österreich, sondern auch für pointierte Antworten zu Fragen der menschlichen Existenz und nimmt dabei auch kein Blatt vor den Mund, wenn es um mangelnde Deutschkenntnis der Rechtspopulisten geht. TICKET traf den diebischen Perser in der Wiener Stadthalle auf ein Pläuschchen.</strong></p>
<h4>TICKET: Seit letztem Jahr bist du als Intendant der Berndorfer Festspiele tätig, bereits im Vorfeld jubelte man über den Erfolgsgarant deines Namens. Erwartungsgemäß gestaltete sich daher auch die erste Saison – insbesondere <em>Das (perfekte) Desaster Dinner</em> war ein voller Erfolg. Hätte es dich nicht gereizt, dieses Jahr in einer anderen Rolle zu brillieren?</h4>
<p>Michael Niavarani: Wir haben uns, nachdem wir privatwirtschaftlicher, weniger staatlich subventioniert als manch andere denken müssen, spontan entschlossen, etwas, dass die Leute gerne sehen wollen einfach so lang spielen, bis sie es nicht mehr sehen wollen und so kam es zur Wiederaufnahme heuer. Nachdem die Nachfrage so groß war finde ich es nur vernünftig, dass man es wieder spielt. Natürlich würde ich jederzeit gerne ein neues Stück machen, aber wir haben gerade ein erfolgreiches – also brauchen wir zurzeit kein neues.</p>
<h4>TICKET: Was glaubst du macht den reißenden Erfolg nicht nur in Berndorf sondern auch in der Wiener Stadthalle aus? Das Thema ist ja kein Novum, Affären und kleine und große Notlügen kennt man aus einer Vielzahl an Filmen, Theaterstücken und Literatur?</h4>
<p>Michael: Nein, es ist eine ganz alte, dumme Boulevardkomödie – dumm bezieht sich auf die vielen Pointen, die sie hat und die komischen Situationen, aber es ist eine sehr intelligente Boulevardkomödie, weil sie sehr gut gestrickt ist. Sie ist meiner Meinung nach eine der am präzisesten gestrickten Komödien, weil sich in jeder Szene die Handlung weiterentwickelt und noch eine Überraschung, noch eine Verwechslung kommt und der Erfolg liegt, glaube ich, einfach auch darin begründet, dass sich die Menschen zwei Stunden gut unterhalten können und dass es einfach um nix geht.</p>
<h4>TICKET: Freilich macht aber auch der Name „Niavarani“ einen großen Teil des Erfolgs aus …?</h4>
<p>Michael: Sicherlich, die Leute sind neugierig, was er jetzt wieder macht, der Niavarani – was er sich nun wieder überlegt hat, um sie zum Lachen zu bringen.</p>
<h4>TICKET: Du hast dir mit diesem Stück ja auch einen persönlichen Wunsch erfüllt …</h4>
<p>Michael: 1993 habe ich das Stück in England gesehen und bin damals im Theater gesessen als junger Mensch und habe mir gedacht: „Wahnsinn, sowas Blödes möchte ich einmal in meinem Leben spielen!“ Es hat 20 Jahre gedauert, bis der Wunsch in Erfüllung ging.</p>
<h4>TICKET: Obwohl das Stück das Rad nicht neu erfindet wirkt es frisch und nicht angestaubt, fesselnd, nicht platt – und erinnert zu Ende sogar etwas an den grandiosen Inspector Clouseau aus <em>Pink Panther</em>, ohne dabei das Ende verraten zu wollen.</h4>
<p>Michael: Danke! Es wurde 1993 natürlich anders gespielt und wir haben das Stück bearbeitet, die Dialoge, die Sprache sind viel moderner und die Klischees sind natürlich auch andere als in den neunziger Jahren. Das Stück ist ja ursprünglich sogar aus den sechziger Jahren und mir war es ein Bedürfnis, diese kleine musikalische Choreographie, die an Clouseau erinnert, am Ende einzubauen. Wir haben das eigentlich als Jux probiert, mit dem Hintergedanken, dass es wenn es nix wird eben nix wird, aber es hat sich herausgestellt, dass es eigentlich ein sehr cooler Schluss ist.</p>
<h4>TICKET: Die „konservativere“ Schiene der Theaterwissenschaft kritisiert die aktuellen Entwicklung am Theater, dass vermehrt nicht tatsächliche Theatertexte als Arbeitsgrundlage für Stücke hergenommen werden, sondern auch Filmvorlagen. Mit <em>Keinohrhasen</em> hast du dieses Jahr ein Stück im Programm in Berndorf, das eben auf eine filmische Vorlage zurückgreift, die gleichnamige Komödie von Til Schweiger. Warum?</h4>
<p>Michael: Claudia Jüptner-Jonstorff, die Regisseurin dieses Stückes und damals auch meine Regisseurin bei <em>Dolce Vita</em> und der Produzent Erich Schindlecker sind an mich herangetreten und haben mir gesagt, dass sie die Rechte für diese Stückfassung haben und mich gefragt, ob wir das nicht als Co-Produktion machen wollen. Ich habe mir gedacht, das sei eine gute Idee – es ist ein cooler Film, eine lustige Geschichte und mir ist es ein Anliegen, in Berndorf nicht nur selbst auf die Bühne zu gehen, sondern auch jungen Leuten mit neuen Projekten eine Plattform zu bieten. Freilich, jung ist der Reinhard Nowak natürlich auch nicht wirklich …</p>
<h4>TICKET: Wie weit unterscheidet sich das Stück von der Vorlage, wie adaptiert auf den heimischen Markt ist es?</h4>
<p>Michael: Es ist auf jeden Fall eine österreichische Version des Films! Die Fassung gibt es schon, ich habe sie auch schon gelesen, möchte aber als Intendant der Regisseurin nicht vorgreifen – also: Gehet hin und lachet selbst!</p>
<h4>TICKET: Dieses Jahr ebenfalls in Berndorf: Neil Simons <em>Das ungleiche Paar</em> mit deiner Partnerin Nina Hartmann in einer der Hauptrollen. Ziehen sich Gegensätze an oder stoßen sie sich ab?</h4>
<p>Michael: In der Physik ziehen sich Gegensätze an und im wahren Leben ziehen sie sich an oder stoßen sich ab. Wobei ja die Quantenphysik jetzt draufkommt, dass es in der Quantenmechanik Dinge gibt, wo die physikalischen Gesetze auf den Kopf gestellt sind, wo sich Gegensätze auch abstoßen können, wo ein Elektron in zwei Zuständen gleichzeitig sein kann. Es ist in der Physik dann so wie im echten Leben, das kommt immer ganz drauf an!</p>
<h4>TICKET: Zumal: Die Liebe folgt ja auch keinen Gesetzen.</h4>
<p>Michael: Doch, doch, die Liebe folgt meiner Meinung nach hormonellen Gesetzen, die Liebe ist in Wahrheit ein ganz primitiver biologischer Vorgang (lacht).</p>
<h4>TICKET: Wenn wir bei der Liebe sind – wie viel Niavarani steckt in Hartmann, wie viel Hartmann in Niavarani?</h4>
<p>Michael: Gar nichts. Wir lesen uns zwar gegenseitig die Dinge vor, die wir schreiben – sie mir ihre mehr als ich ihr meine, vor allem auch deshalb, weil ich zurzeit nichts Neues hab, nur das Best Of – aber <em>Gib dem Model Zucker</em> ist vollkommen von ihr. Ich habe natürlich meine Meinung, Tipps abgegeben, aber sonst habe ich mich da nicht eingemischt, das geht auch nicht. Nur weil wir zufällig zusammen sind, heißt das nicht, dass ich mich da einmischen muss – ich würd das auch bei niemand anderem machen. Wenn ich von jemand anderem ein Programm produziere, macht der das so, wie er glaubt dass es richtig ist und ich stehe nur beratend zur Seite und greife vielleicht ein, wenn es in eine komplett falsche Richtung geht, aber im Prinzip muss man junge Menschen ihre Sachen selbständig machen lassen.<br />
Was ich aber noch zu <em>Das ungleiche Paar</em> sagen wollte: Das ist auch so ein Projekt, das ich schon immer machen wollte, weil ich denke, dass Neil Simon eine Version für Frauen geschrieben hat und wir haben da jetzt ein Stück, wo sechs Frauen spielen, die den Hauptschmäh haben und die Männer nur der schöne Aufputz sind. Hier besorgen die Frauen die Komödie!</p>
<h4>TICKET: „Schöner Aufputz“ ist eigentlich das perfekte Stichwort für eine Rolle für dich …?</h4>
<p>Michael: Die Zeit, in der ich einen 25-jährigen Spanier spielen konnte, ist leider seit ungefähr 30 Jahren vorbei (lacht). Wobei, ich hätte wohl nicht einmal mit 25 einen schönen Spanier spielen können!</p>
<h4>TICKET: Wie viel Improvisation ist bei dir dabei wenn du auf der Bühne stehst, wie viel Situationskomik?</h4>
<p>Michael: Beim <em>Desaster Dinner</em> ist es natürlich viel, viel weniger als beim Kabarett. Beim Kabarett, gerade jetzt beim Best Of ist es so, dass die Improvisation einen sehr großen Raum hat, ich immer wieder neue Sachen erfinde, beziehungsweise das ganze Material, das ich habe, laufend neu arrangiere, immer ein bisschen etwas anders mache. Das brauche ich, damit das auch für mich frisch bleibt, weil ich all diese Dinge ja schon 300-mal erzählt habe – das ist dann schon wahnsinnig langweilig!</p>
<h4>TICKET: Mit <em>Kalamitäten</em> hast du ja eine weitere Beziehungsgeschichte in Berndorf am Programm. Woher dieses Jahr dieser enge und doch so breite Fokus?</h4>
<p>Michael: Wenn man die Literatur von der Weltliteratur bis zum billigsten Schlager betrachtet ist eigentlich das einzige Thema die zwischenmenschliche Beziehung. Es hat immer mit der Liebe und dem Zusammenleben von Menschen zu tun und darum geht es auch in Berndorf: Wie lebt man mit jemand anderem zusammen, wie lebt man mit sich selbst zusammen?</p>
<h4>TICKET: Hat ja dein Kollege Oliver Baier in seiner <em>Schlagerschlachtung</em> eindrucksvoll ausgeführt …</h4>
<p>Michael: Genau!</p>
<h4>TICKET: Was sind deine Ziele für kommendes Jahr in Berndorf?</h4>
<p>Michael: Ich bin ja das erste Mal mit dem Staate Österreich in der Form konfrontiert und daher leidet die Administration in Berndorf sehr unter meiner Verweigerung der Planung, unter meiner Spontanität. Ich hab ihnen gesagt, es kann sein, dass ich zwei Wochen vor Probenbeginn sag: „Na, komm, spielen wir doch ein anderes Stückl, das ist gescheiter!“ Das mach ich natürlich nicht, wir sind auch schon in Gesprächen, es gibt Ideen, aber ich lasse mir da noch Zeit und warte auf die Inspiration.</p>
<h4>TICKET: Was glaubst du, macht das Phänomen Niavarani, diesen nicht enden wollenden Zustrom aus? Der Sexappeal wird es dann wohl nicht sein!</h4>
<p>Michael: Ich glaube natürlich, dass der große Erfolg des Lebens, das Kapital mein Körper ist! Ich werde als Sexobjekt gesehen, aber es stört mich nicht!</p>
<h4>TICKET: Für wann ist Michael Niavarani im Playgirl geplant?</h4>
<p>Michael: Ich war schon dreimal im Playgirl, es musste aber eingestampft werden, weil die Menschen mit Brechreiz darauf reagiert haben, weil sie so viel Schönheit auf einmal nicht aushalten!</p>
<h4>TICKET: Bei dir ist es jedoch nicht nur Sex, Sex, Sex, sondern auch Komik. Guter Komik liegt ein scharfer Blick auf die Realität zugrunde, was ist Humor? Wenn man trotzdem lacht?</h4>
<p>Michael: Woody Allen hat einmal gesagt, Humor ist Tragödie plus Zeit. Ich glaube, es gibt kein Thema, das man nicht humoristisch behandeln kann, man muss einfach die richtige Zeit abwarten, bis man einen Schmäh führen darf. Nach den Terroranschlägen am 11. September habe ich schon vier Tage später eine Pointe darüber gemacht, das war vielleicht etwas zu früh, aber mittlerweile ist das ein sehr komisches Thema.</p>
<h4>TICKET: Was wärst du eigentlich von Beruf, wenn nicht Komiker?</h4>
<p>Michael: Dann wäre ich vermutlich Mittelschulprofessor für Geschichte und Biologie …</p>
<h4>TICKET: Hast du eigentlich in deiner Position noch Träume, die auf Verwirklichung warten?</h4>
<p>Michael: Selbstverständlich, ununterbrochen, das ist ja das Entsetzliche (lacht)!</p>
<h4>TICKET: Vielleicht einmal „Niavarani singt“?</h4>
<p>Michael: Ich weiß nicht, ob das jemand hören will, ob das unbedingt sein muss …</p>
<h4>TICKET: Gernot macht’s, Steinhauer brilliert …</h4>
<p>Michael: Der Erwin singt auch wahnsinnig gut! Ein hochmusikalischer Mensch!</p>
<h4>TICKET: Und du, mit deiner sonoren, angenehmen Stimme?</h4>
<p>Michael: Nun, eigentlich keine schlechte Idee – vielleicht mache ich ein Musical! <em>A Chorus Line</em> (lacht)!</p>
<h4>TICKET: Weil wir gerade bei Träumen waren – was war dein Lieblingsmärchen als Kind?</h4>
<p>Michael: Ich habe Märchen immer schon gehasst! Ich weiß auch nicht warum, mich hat das nicht so wirklich interessiert, hat mich nie so fasziniert. Ich habe jetzt in meinem Buch <em>Der frühe Wurm hat einen Vogel</em> eine Märchengeschichte geschrieben, wo die Märchenfiguren in der Realität leben – da habe ich sie weil ich sie eben in der Märchenwelt nicht mag in die Realität gezerrt.</p>
<h4>TICKET: Apropos Buch – was liegt zurzeit bei dir am Nachttisch?</h4>
<p>Michael: Ich glaube, siebzehn Bücher. Ich habe ja jetzt zum Lesen aufgehört, ich habe so viele ungelesene Bücher, da wäre es den anderen gegenüber unfair, genau das eine zu lesen. Nein, ich lese gerade ein Buch, das heißt <em>Die verborgene Wirklichkeit</em>, das ist ein popularwissenschaftliches Buch von einem englischen Physiker über die Quantenphysik, die Stringtheorie.</p>
<h4>TICKET: Du hast in <em>Salami Aleikum</em> auch das Thema „Ausländer“ angeschnitten – Ausländer sind immer die anderen. Wie erlebst du mit deiner Biographie die aktuellen wenn auch nicht neuen innenpolitischen Ereignisse?</h4>
<p>Michael: Diese rechte Entwicklung ist eine, die es halt gibt und man muss überlegen, warum es jene eigentlich gibt. Ich gehe mit dem Thema um, wie ich mit jedem anderen auch umgehe: Ich habe in Innsbruck an dem Tag, an dem die „Marokkanerdiebe“ plakatiert wurden, gespielt und habe sogar in einem Hotel gewohnt, das dem Herrn Penz gehört, was ich zuerst nicht gewusst habe. Dem Herrn kann man nur sagen, was ich auf der Bühne gesagt habe und ihm auch in sein Gästebuch im Hotel geschrieben habe: Die Rechten sollten Deutsch lernen, weil Marokkanerdiebe sind nicht marokkanische Diebe, sondern Diebe, die Marokkaner stehlen. So wie Kunstdiebe auch keine Diebe sind, die Bilder malen, sondern Kunst stehlen. Ich habe vorgeschlagen zu plakatieren: „Tiroler Speck statt Nazidreck!“ Das Hotel war zwar sehr schön, aber ich habe dem Herrn Penz geschrieben, dass ich ihm aus tiefstem Herzen null Prozent bei der Wahl wünsche und habe mich als Perserdieb von ihm verabschiedet.</p>
<h4>TICKET: Mit deinem Buch hast du eine alte Weisheit umgedreht, „niavaranisiert“. Welchen Aphorismus kannst du unseren Lesen noch mit auf den Weg geben?</h4>
<p>Michael: Alles hat ein Ende, nur die Wurscht hat zwei.</p>
<h4>TICKET: Moers „kleines Arschloch“ würde sagen: Mahlzeit!</h4>
<p>Michael: (lacht) Ich habe in Wahrheit ja gar keine eigenen Weisheiten, ich verwende sehr viele Zitate, zum Beispiel von Egon Friedell. Eines meiner Lieblingszitate von ihm geht ungefähr so, dass die größte Aufgabe des Menschen wahrscheinlich darin besteht, im Zusammenleben mit anderen Menschen der Irrenwärter zu sein. Was uns zu der noch größeren Aufgabe führt, unser eigener Irrenwärter zu werden.</p>
<h4>TICKET: Klingt nach der <em>Türhüter</em>-Parabel …</h4>
<p>Michael: Kafkaesk!</p>
<address style="text-align: left;">Interview: Stefan Baumgartner</address>
<address style="text-align: left;"> </address>
<address style="text-align: left;"><a href="http://www.oeticket.com/de/suche/#search_string=niavarani&amp;category%5B%5D=&amp;city=&amp;venue=&amp;country=&amp;timeinterval=0&amp;from%5Bd%5D=&amp;from%5Bm%5D=&amp;from%5BY%5D=&amp;to%5Bd%5D=&amp;to%5Bm%5D=&amp;to%5BY%5D=&amp;extended=0&amp;from_submit=1" target="_blank">Tickets für Michael Niavarani gibt es hier! </a></address>
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		<title>Der Ösi Bua aus Afrika!</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 14:55:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[„I bin da Ösi Bua“! Man könnte ihn als die afrikanische Antwort auf die Trackshittaz verstehen – auch wenn es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="center"><strong>„I bin da Ösi Bua“! Man könnte ihn als die afrikanische Antwort auf die Trackshittaz verstehen – auch wenn es weder Sound, noch Texte und der Sprechgesang vermuten lassen, stammt der 22-jährige Musiker eigentlich aus Burundi. Elektronische Musik, Leberkäs mit Bier und Fußball sind seine Leidenschaft. Mehr verriet er im TICKET-Interview!</strong></p>
<h4>TICKET: Wenn man dich so anschaut würde man dich eher im Reggae-Bereich vermuten, als im Electro-Dance-Party-Pool &#8230;</h4>
<p>Ösi Bua: Jo, i bin ja auch mit Reggae aufgewachsen. Mit den ganz Großen, allen Roots-Artists. Das sind meine Wurzeln.</p>
<h4>TICKET: Wie kommt es dann, dass du – salopp formuliert – die dunkle Antwort auf die Trackshittaz bist?</h4>
<p>Ösi Bua: (lacht) Ich hab‘ meine Leben in jeder Art von Musik gefunden. Da mein Bruder Produzent ist, lief bei uns Tag und Nacht Musik. Deshalb hab‘ ich mich schon mit 17 Jahren gefragt, wie man das macht. Ich wollte Musik für junge Leut‘ machen, und Electro ist die Musik der Zukunft. Deshalb hab‘ ich mich für diesen Stil entschieden.</p>
<h4>TICKET: Die erste Single ist pure Party-Musik!</h4>
<p>Ösi Bua: Auf jeden Fall! Mit der ersten Single wollte ich Spaß haben, das ansprechen, was ich gerne mache! Schifahren, Urlaub in den Bergen machen. Ich hab‘ Fußball gespielt, war der Super-Kicker und ich ess‘ gerne Schweinsbraten oder einen Leberkäs. Damit kann ich mich identifizieren. Ich schockiere die Leut‘ auch mit unserem Alpen-Shuffle. Wenn alles gut geht, erscheint das Album Ende des Jahres!</p>
<h4>TICKET: Derzeit wenden sich die Menschen vermehrt politisch nach rechts. Spürst du das?</h4>
<p>Ösi Bua: Nein, im Gegenteil, ich umgeb‘ mich Leuten, die ich gern hab und die mich gern haben. Und man soll nicht sudern, sondern etwas tun, damit es besser wird!</p>
<h4>TICKET: Wie sieht es mit Live-Gigs aus?</h4>
<p>Ösi Bua: Ich trete immer wieder bei Festivals auf und natürlich viel in Clubs. Derzeit reden wir auch mit einigen Veranstaltern, ob bei den richtig großen Veranstaltungen ein Auftritt möglich wäre.</p>
<address style="text-align: left;">Interview: Alexander Haide</address>
<address style="text-align: left;"> </address>
<address style="text-align: left;"> </address>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/tUDrw5vIaHY?rel=0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>The Rasmus sind endlich erwachsen!</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 14:42:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Im 18. Jahr ihres Bestehens legen die finnischen Superstars nach einer längeren Pause wieder ein neues, selbstbetiteltes Album vor. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="center"><strong>Im 18. Jahr ihres Bestehens legen die finnischen Superstars nach einer längeren Pause wieder ein neues, selbstbetiteltes Album vor. Der Stil ist wieder ein anderer – im Laufe der Jahre haben sie sich von der Spaß-Funk-Rock-Band zu erwachsenem Pop entwickelt. Der knapp vierjährige Schongang in der Karriere ist nun vorbei, The Rasmus scharren wie Rennpferde am Start und können ihre Tournee kaum erwarten. Das und noch viel mehr erzählt Frontman Lauri im TICKET-Interview &#8230;</strong></p>
<h4>TICKET: Ich kann mich noch gut an eure Anfangstage erinnern, an die vielversprechende, unbekannte Teenie-Band aus Finnland. Jetzt seid ihr 18 Jahre lang dabei, habt mehr als dreieinhalb Millionen Alben verkauft. Was für eine Karriere!</h4>
<p>Lauri Ylönen: Ja! Wir haben als Schulband begonnen, dann haben wir Coversongs von Metallica und Nirvana gespielt, erst dann kamen eigene Songs. Eigentlich war es für uns nur ein Hobby, aber wir haben es sehr ernst genommen. Ich kann mich noch erinnern als wir MTV geschaut haben und dachten: Hey. Es wäre so cool, wenn man dort unsere Songs spielt! Wir haben uns durchgebissen. 18 Jahre lang. Es gibt übrigens jetzt eine lustige Website, wo wir alle unsere Erinnerungen an die alten Tage rauf gestellt haben. Persönliche Fotos, Texte. Das ist eine Chronologie unserer Karriere, vom Beginn an, als wir als Schulband unseren ersten Gig spielten.</p>
<h4>TICKET: Hättet ihr euch je gedacht, dass ihr derart erfolgreich werdet?</h4>
<p>Lauri: Nein, niemals. Es hätte uns gereicht, wenig Erfolg in Finnland zu haben, darüber wären wir schon froh gewesen! Wir haben jetzt an den außergewöhnlichsten Plätzen gespielt – in Indien, in Südafrika, in Taiwan, in Wladiwostok einfach überall! Es ist großartig!</p>
<h4>TICKET: Gibt es ein Geheimnis, warum ihr als Band so lange zusammen seid?</h4>
<p>Lauri: Der Grund ist, dass wir ständig an uns als Band gearbeitet und unseren Stil ständig weiterentwickelt haben. Wir wollen die unterschiedlichsten Dinge ausprobieren. Es interessiert uns nicht, was andere darüber denken. Was uns richtig erscheint, tun wir auch! Es gibt Bands, die nur Punk spielen und sich nicht verändern können. Wir sind Chamäleons. Wir haben mit Funk-Rap-Metal-Pop-Reggae begonnen und uns mit jedem Album verändert. Das ist der Grund, warum wir noch immer Spaß an der Musik haben.</p>
<h4>TICKET: Viele Bands verlieren im Laufe der Zeit ihre Fans wenn sie sich verändern. Vor allem, wenn man als Teenie-Band beginnt &#8230;</h4>
<p>Lauri: Wir waren da immer egoistisch und haben nur darauf geachtet, dass wir unseren Spaß haben. Wenn sich die Band gut fühlt merkt das das Publikum und man hört die Freude am Spielen. Auf dem neuen Album sind wir uns noch sicherer bei dem was wir tun. Wir haben dieses Mal alles selbst gemacht! Fuck, wir brauchen keinen tollen amerikanischen Superstar-Producer und ein riesiges Budget! Wir haben ein kleines, nettes Studio gemietet und tolle Songs geschrieben. Wir haben uns auf die Musik konzentriert und nicht auf den Hype!</p>
<h4>TICKET: Wie war das konkret?</h4>
<p>Lauri: Wir dachten uns, dass wir jetzt 18 Jahre lang zusammen und damit erwachsen sind. Das klingt zwar furchtbar, aber es war an Zeit, alles alleine zu machen. Ohne Plattenfirma. Wir trafen uns am Morgen zum Frühstück im Proberaum, haben den ganzen Tag über Musik gemacht. Es war wie vor 15 Jahren! Dann haben wir ein Demo aufgenommen und es an eine Plattenfirma geschickt um einen Vertrag zu bekommen. Ganz so, als ob wir gerade erst begonnen hätten!</p>
<h4>TICKET: Warum lagen zwischen dem vorigen und dem jetzigen Album vier lange Jahre?</h4>
<p>Lauri: Wir brauchten die Pause! Ich habe im vergangenen Jahr mein Solo-Album herausgebracht, ein Synthie-Electro-Pop-Ding. Ich mag diese Art von Musik, aber wollte das nicht mit dem Rasmus-Sound vermischen. Erst dadurch wurde mir selbst klar, wie es mit The Rasmus weitergehen soll. Auch die anderen Jungs hatten ihre Pause. Aki bekam einen Sohn und war ein Jahr lang nur Papa. Nun freuen wir uns aber richtig auf die Tournee – und auf das Konzert in der Wiener Arena!</p>
<h4>TICKET: Wird es wieder so lange dauern bis es ein nächstes Album gibt?</h4>
<p>Lauri: Ich sage jetzt einmal nein (lacht)! Wir haben sogar schon über das nächste Album gesprochen. Ich wurde geboren, um Songs zu schreiben und auf Tour zu gehen!</p>
<h4>TICKET: Worauf können sich die Fans bei den Konzerten freuen?</h4>
<p>Lauri: Es wird optisch sehr interessant sein! Es gibt Dinge, die wir noch nie gemacht haben. Es wird zu jedem Song etwas Spezielles geben. Außerdem werden sich die Fans auf unserer Facebook-Seite Songs wünschen können. Sie bestimmen also den Mix!</p>
<address>Interview: Alexander Haide</address>
<address> </address>
<p><a href="http://www.oeticket.com/de/suche/#search_string=the+rasmus&amp;category%5B%5D=&amp;city=&amp;venue=&amp;country=&amp;timeinterval=0&amp;from%5Bd%5D=&amp;from%5Bm%5D=&amp;from%5BY%5D=&amp;to%5Bd%5D=&amp;to%5Bm%5D=&amp;to%5BY%5D=&amp;extended=0&amp;from_submit=1" target="_blank">Live am 13. Mai in der Arena in Wien!</a></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/z628sWUcPFs?rel=0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>UAF &#8211; jetzt in Graz</title>
		<link>http://www.ticketmagazin.com.xserv04.internex.at/?p=937</link>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 14:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einem Ausflug in die Arena Nova hat das Urban Art Form Festival, das hippste und mittlerweile drittgrößte Musikfestival des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="center"><strong>Nach einem Ausflug in die Arena Nova hat das Urban Art Form Festival, das hippste und mittlerweile drittgrößte Musikfestival des Landes, eine neue Heimstadt gefunden. Zum ersten Mal geht das Electronic-Visual-Happening im Schwarzl Freizeitzentrum bei Graz über die Bühne! Neben den angesagtesten Live-Acts und DJs haben die Macher auch ein Rahmenprogramm vom Feinsten gestaltet! TICKET plauderte mit den Hamburger Duo Moonbotica schon vorab – unter anderem über die großartige Single <em>Iconic</em> und den Longplayer <em>Our Disco Is Louder Than Yours</em>!</strong></p>
<h4>TICKET: Wie kommt man eigentlich auf die Idee, Electronic und Hip-Hop zu mischen?</h4>
<p>Moonbootica: Da steckt eigentlich kein Plan dahinter, das ist, wie wir es fühlen. Wir haben die 90er Jahre bis auf Trip-Hop verpasst, wir haben die Goldene Ära des Hip-Hop gehört und sind dann über Trip-Hop an elektronische Sounds gekommen. Da gab es den French House, der auf Samples des Funk basiert. Da gab es einen Zugang für uns. Die ganze Loveparade-, Marusha-, Westbam-Nummer war uns suspekt. Im Jahr 2000 haben wir in Hamburg bei einer Party begonnen, diese Stile zu mischen. Daraus ist, auch produktionstechnisch, dieser Hybrid entstanden.</p>
<h4>TICKET: Wo sind die eigentlichen Roots? Hip-Hop oder Elektronik?</h4>
<p>Moonbootica: Hip-Hop, definitiv. Um anderes zu hören war damals kein Platz mehr!</p>
<h4>TICKET: Das Video zu <em>Iconic</em> ist genial. Woher kommt eure Faszination für die Freaks, die da mitspielen?</h4>
<p>Moonbootica: Das ist eine Welt die erschaffen wurde, als jemand die Musik hörte. Das ist gar nicht auf unserem Mist gewachsen! Wir haben uns eine Menge Treatments angesehen, und da das Lied ja instrumental ist, ist nicht vorgegeben, wohin die Reise gehen sollte.</p>
<h4>TICKET: Es sieht nach einer sehr aufwändigen, teuren Produktion aus &#8230;</h4>
<p>Moonbootica: Mit Sicherheit! Wir leben aber in einer Zeit, wo das Label nicht alles bezahlt, wir zahlen die Hälfte dazu. Unter dem Strich gibt es immer zwei Möglichkeiten um Geld zu investieren. Für Qualität oder weil man denkt, das Teuerste ist immer das Beste. Man kann aber auch Geld an sinnvollen Stellen sparen – oder an nicht sinnvollen. Wir wollen nun Menschen unser Album präsentieren, die nicht auf die Clubs limitiert sind. Bei dem Video wollten wir keine Standardknöpfe drücken. Der Song <em>Iconic</em> ist ja nicht typisch für das ganze Album. Die Message wird nur durch den Namen des Titels transportiert. Das muss man auch fühlen. Da wurde aber nicht der Wert eines Hauses verbrannt! Die beiden Regisseure aus L.A. haben von Anfang an für das Thema gebrannt und Sachen ermöglicht, die man für unser Budget gar nicht bekommt!</p>
<h4>TICKET: Hinter dem Albumtitel <em>Our Disco Is Louder Than Yours</em> steckt sicher eine Idee &#8230;</h4>
<p>Moonbootica: Die Grundhaltung ist sicher Hip-Hop und Rap. Es ist eine leicht übersteigerte Version des Rappresenten, das aus dem Battle-Gedanken der 80er Jahre entstanden war. Dadurch entstand eine Art überhöhtes Selbstbewusstsein, das wir gerne in unsere Musik projetzieren.</p>
<h4>TICKET: Wie wird der Gig beim UAF aussehen?</h4>
<p>Moonbootica: Es ist anders als bei anderen Festivals, bei denen die ganze VJ-Geschichte in den Vordergrund rückt. Wir sind da aber nicht vorbereitet, das ist Freestyle zwischen dem VJ und der Musik, die wir da raus hauen. Wir reisen mit leichtem Gepäck! Wir spielen unsere CDs, ein Paar Platten &#8230;</p>
<address>Interview: Alexander Haide</address>
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		<title>&#8220;Himmel Auf&#8221; für Silbermond</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 14:13:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geschichte, die als Teenie-Band begann, geht weiter – als erwachsenes Quartett, das mit dem vierten Studioalbum Himmel auf nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="center"><strong>Die Geschichte, die als Teenie-Band begann, geht weiter – als erwachsenes Quartett, das mit dem vierten Studioalbum <em>Himmel auf</em> nun ein wunderbares Werk abliefert. Es zeigt Silbermond als erwachsene, gereifte Band, die sich längst unter den ganz Großen im deutschsprachigen Musikgeschäft etabliert haben. Vor den Konzerten, die vom Frühjahr bis in den Dezember anstehen, traf TICKET Stefanie Kloß und ihre Jungs zum Plausch&#8230;</strong></p>
<h4>TICKET: Von der Teenie-Band zu einem derart erwachsenen Album – wie schafft man das?</h4>
<p>Stefanie Kloß: Es ist seit der ersten Platte sehr viel Zeit vergangen, die ersten Songs haben wir im Alter von 17, 18 Jahren geschrieben. Dazwischen liegen zehn Jahre, viele Erfahrungen, viel Schönes und natürlich das biologische Älterwerden. Wir sehen jede Platte als Momentaufnahme, sie zeigt, wie wir uns gerade fühlen, worüber wir uns gerade Gedanken machen, was uns bewegt. Deshalb ist diese Platte mehr denn je auf den Punkt gebracht. <em>Himmel auf</em> ist Silbermond 2012!</p>
<h4>TICKET: Trotz der dramatischen Veränderungen gibt es den Wiedererkennungswert&#8230;</h4>
<p>Thomas Stolle: Mit 17 ist noch der Weg das Ziel. Wir machen das, was unser Bauch uns sagt und ich finde es schön, dass da eine Entwicklung stattgefunden hat. Wir wissen nun ungefähr, wo wir mit Silbermond hin wollen, was wir aussagen möchten und wie wir klingen möchten. Bei den ersten beiden Alben waren wir viel auf der Suche, viel am Lernen.</p>
<h4>TICKET: Teenie-Bands können nur selten ihr Publikum aus den Anfangstagen mitnehmen, euch ist das erstaunlicherweise gelungen.</h4>
<p>Andreas Nowak: Wenn man authentisch ist, etwas mit Leidenschaft macht, dann merken das die Leute, wenn man als Band Spaß hat und das Herzblut rein legt. Wir gehen noch immer mit der gleichen Passion auf die Bühne wie vor 14 Jahren, wir sind noch immer arsch aufgeregt. Das bewahren wir uns! Wir haben auch Respekt vor den Fans. Wichtig ist, dass man der Sängerin die Texte auch abnimmt.</p>
<h4>TICKET: Die Zusammenarbeit mit Udo Lindenberg liegt zwar schon etwas weiter zurück – aber: Was bedeutet euch die Anerkennung durch solche Giganten?</h4>
<p>Stefanie: Es war für uns eine ganz große Ehre, mit Udo zusammen zu arbeiten. Er ist ein unheimlich toller Typ und es bereichert einen unglaublich, mit solch einem Menschen Zeit verbringen zu dürfen! Es war gut für die vorige Platte, dass wir auch mit Xavier Naidoo oder Jan Delay zusammen gearbeitet haben. Man erweitert seinen Kosmos und bekommt neue Einflüsse rein. Das muss ich aber ergeben, das kann man nicht planen.</p>
<h4>TICKET: In den 14 Songs von <em>Himmel auf</em> sprecht ihr die unterschiedlichsten Themen an, von Liebe, Abschied nehmen bis wieder hin zu Gesellschaftskritik. Trotzdem ist es eine homogene Einheit.</h4>
<p>Stefanie: Ich grinse deshalb, weil ich das so noch gar nicht gesehen hab´!</p>
<p>Thomas: So etwas kann man nicht planen. Der Weg ist eben das Ziel. Wenn es bei diesem Album so etwas wie ein Konzept gab, dann war es, sich davor zu schützen und nicht in Routinen rein zu kommen. Einfach diese Neugier zu bewahren. Das haben wir ganz gut geschafft. Wir haben viel experimentiert und am Ende des Tages ist <em>Himmel auf</em> die intensivste und beste Platte, die wir je gemacht haben. Wir sehen das Album wie ein Gespräch unter Freunden, wo alle Themen auf den Tisch kommen, die einen beschäftigen. Das ist es, was es so homogen macht.</p>
<h4>TICKET: Der Song <em>Weiße Fahnen</em> ist vielleicht einer der bewegendsten Titel, die ihr je aufgenommen habt&#8230;</h4>
<p>Stefanie: Es ist auch für uns eine sehr, sehr emotionale Nummer. Sie sticht vor allem durch ihre Reduziertheit heraus. Der Fokus liegt eigentlich nur auf der Geschichte und der Gitarrenmelodie. Thomas und ich waren vor drei Jahren in Kamerun. Es hat uns ein Fotograf begleitet, der viel in Kriegsgebieten unterwegs war, und eines Abends erzählte er uns, dass es schon echt krass ist, wenn dir ein zehnjähriger Bub gegenüber steht und dir eine Waffe ins Gesicht hält. Solche Geschichten bleiben im Unterbewusstsein hängen, und irgendwann kommt das bei einem solchen Text zum Vorschein.</p>
<h4>TICKET: Was bewegt euch dazu gesellschaftskritische Themen aufzugreifen und nicht bloß über Liebe, Freude, Eierkuchen zu singen?</h4>
<p>Andreas: Für uns ist Musik nichts Belangloses, uns berührt Musik ganz, ganz toll. Sie muss uns selbst berühren, aufwühlen. Deshalb entstehen solche Lieder. Wir wollen aber nicht als Zeigefinger-Band wahrgenommen werden und wir stellen uns ja nicht hin und sagen, dass wir wissen, wie die Welt funktioniert und wie man sie ändern kann. Man schreibt eine kleine Emotion auf. Wo die dann hinführt, das liegt nicht in unserem Ermessen.</p>
<address>Interview: Alexander Haide</address>
<p><a href="http://www.oeticket.com/de/suche/#search_string=silbermond" target="_blank">Live zu sehen am 27. Juli auf der Burg Clam und am 26. Juli (gemeinsam mit Tim Bendzko) in Olang-Gassl (Südtirol)! </a><br />
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		<title>30 JAHRE NOCKALMQUINTETT</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 08:41:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Schlager]]></category>

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		<description><![CDATA[Gary Lux tourte bereits mit Ambros, Fendrich und Danzer, war musikalischer Leiter vom Grand Prix der Volksmusik und der Starnacht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="center"><em>Gary Lux tourte bereits mit Ambros, Fendrich und Danzer, war musikalischer Leiter vom Grand Prix der Volksmusik und der Starnacht am Wörthersee – und traf für TICKET Gottfried Würcher von den „Nockis“. 30 Jahre Nockalm Quintett sind eine lange Zeit – und der richtige Zeitpunkt für ein Blick zurück und nach vorn!</em></p>
<h4>TICKET: 30 Jahre Nockalm Quintett sind eine lange Zeit. Wie geht’s euch damit?</h4>
<p>Gottfried Würcher: Ich glaube, wenn man so lang unterwegs ist und gemeinsam auf der Bühne steht, muss es einfach passen. Wenn dem nicht so wäre, wäre die ganze Sache sicher nicht rund, dann hätte man ja auch keine Freude gemeinsam auf die Bühne zu gehen und zusammen gute Leistung zu bringen. Ich bin nicht der typische Chef, der Sachen vorgibt, sondern eher der Kumpeltyp. Disziplin, aber auch ein Verstehen ist die „geheime“ Waffe – und wenn die floriert, dann kann man mehrere Jahrzehnte glücklich, positiv und erfolgreich überstehen. Man muss sich einfach schmecken können! Wir sind ja auch seit 14 Jahren immer die gleichen Leute, für andere wäre ein dauernder Wechsel frischer Wind, neues Know-How, aber uns ist es wichtig, konstant mit den gleichen Leuten gut arbeiten zu können!</p>
<h4>TICKET: Stunde null – wie hat eigentlich die Erfolgsgeschichte angefangen?</h4>
<p>Gottfried: Ich war in einem Kinderchor …</p>
<h4>TICKET: … wie jeder gute Kärntner!</h4>
<p>Gottfried: (lacht) Der Wilfried, der war mit mir im selben Chor. Wir haben uns dann allerdings für vier Jahre aus den Augen verloren, kamen dann aber wieder zusammen, als sie fürs Quintett eine Aushilfe brauchten. Ich helfe jetzt eigentlich seit 30 Jahren aus, habe eigentlich nie fix gesagt, dass ich dabei bin (lacht)! Ich habe ja damals im Klagenfurter Stadttheater eine Gesangsausbildung gemacht, habe in der <em>Zauberflöte</em> und der <em>Tosca</em> gesungen. Das hat schon gut getan, jeden Tag im Sommer fünf, sechs Stunden üben zu müssen, davon zwei Stunden nur Theorie, Stimmübung.</p>
<h4>TICKET: Was macht eigentlich Kärnten zu so einem musikalischen Bundesland? Es singt ja wohl jeder bei euch da unten!</h4>
<p>Gottfried: (lacht) Ach, es gibt da auch genügend unmusikalische Leute! Aber wenn du in ein Gasthaus gehst, dann hast du schon gute Chancen, mehrstimmig ein Lied anstimmen zu können! Das ist einfach diese südländische Mentalität, wie sie auch die Slowenen haben, die haben ja noch weit mehr drauf als wir Kärntner! Aber es ist nicht Kärnten allein, der Wiener singt ja auch sehr gern und ich glaube, es gibt kein Tal wie das Zillertal, das so oft besungen wird! Für mich ein bisschen übertrieben, aber dieser Heimatstolz ist bis zu einem gewissen Maß schon auch etwas Schönes.</p>
<h4>TICKET: Wie schaut’s mit der Musik in der Familie aus?</h4>
<p>Gottfried: Mein Vater war auch sehr musikalisch, er hat Steirische Harmonika gespielt! Eine schöne Erinnerung an ihn ist die, dass wir einmal ein Zeltfest in meinem Geburtsort Untertweng gemacht haben, und irgendwann ist aus heiterem Himmel mein Vater gekommen und hat gemeint, dass wir jetzt endlich etwas Gescheites spielen, zusammen. Die Leute haben freilich gewusst, wer er ist – aber auch mit 65 Jahren hat er noch die 1000 Leute gut unterhalten!</p>
<h4>TICKET: Mit dem Nockalm Quintett ging es ja sehr rasch bergauf!</h4>
<p>Gottfried: Edelmetall haben wir seit 1988, angefangen haben wir 1982 und fest gearbeitet! Da war ich schon ein bisschen die treibende Kraft mit Visionen dahinter. Immer habe ich das nicht geschafft und den Jungs dann auch schon gesagt, dass ich meinen eigenen Weg gehen möchte, aber wir haben uns immer wieder zusammengerauft. Wenn du dir zum Beispiel die Oberkrainer anhörst, das sind studierte Musiker, Jazzer – wir mussten uns damals abheben, deutschen Schlager machen! Wir wollten einfach einen eigenen Sound kreieren, mittlerweile kennt man ja den Nockalm-Sound, unvergleichlich und mit einem hohen Wiedererkennungswert! Wir haben die weißen Anzüge zwar nicht erfunden, aber sogar das versuchen uns schon einige Gruppen nachzumachen. Anfangs hatten wir ja immer unterschiedliche Anzüge an, aber dann haben wir beschlossen, wir tragen ab jetzt eine weiße Weste (lacht)!</p>
<h4> TICKET: Was macht eigentlich ein Konzert von euch aus?</h4>
<p>Gottfried: Wenn man bedenkt, dass es nur ganz wenige Menschen gibt, die keine Probleme und Sorgen haben, musst du als Künstler daran denken, dass die vielleicht mit ihrem letzten Geld auf dein Konzert kommen und deine Musik in dem Moment wirklich brauchen. Die stellen sich dann vielleicht vor, wie das wäre, wenn sie jetzt im Flieger nach Rhodos sitzen und vom Partner geküsst werden könnten, oder wie das wäre, einmal auf Teneriffa im schwarzen Sand spazieren zu gehen.<br />
Uns ist es wichtig, dass unsere Besucher mit einer gewissen Stimmung nach dem Konzert heimgehen, vielleicht auch mit uns plaudern konnten und gern nächstes Mal wieder kommen. Für unsere Sommertournee hat der Andy Zahradnik ein neues Konzept entworfen, und er hat ja ein glückliches Händchen für die richtigen Ideen, die Liedauswahl, die Moderation. Viele Künstler würden sich so einen Aufwand nach 30 Jahren nicht mehr antun, aber wir haben noch Visionen, die wir auch gern fürs Publikum weiterhin so gut als möglich umsetzen wollen! Wenn es einmal nicht klappt, dann ist es halt in die Hose gegangen. Aber: Geht nicht, gibt’s nicht!</p>
<h4>TICKET: Was hat der Grand Prix-Sieg für euch damals eigentlich bedeutet?</h4>
<p>Gottfried: Pervers ausgedrückt war‘s nur eine Trophäe mehr im Schrank, aber du darfst nicht vergessen, dass du in der Zeit auch medial ganz weit oben stehst. Natürlich muss man auch sagen, dass der Grand Prix 2002 nicht mehr den Stellenwert wie in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern gehabt hat. Ich persönlich finde es ja schade, dass es den Grand Prix nicht mehr gibt, denn es war schon eine sehr starke Plattform, die dann leider ins Wackeln geraten ist. Aber man sieht das ja auch beim großen Grand Prix, von Udo Jürgens und Nicole redet man heute noch, aber erzähl‘ mir mal etwas aus den letzten Jahren! Nicole hat der Auftritt damals sicher mehr gebracht als uns, wir waren im Markt ja schon sehr gut vertreten, aber das Lied war sehr gut, auch wenn ich finde, dass Kinder eigentlich nicht auf die Bühne gehören, aber Nicole war mit 13 damals schon sehr weit! Für uns war es beim Grand Prix so: Uns ist es vorher nicht schlecht gegangen und nachher nicht viel besser!</p>
<h4>TICKET: Wie privat könnt ihr noch sein?</h4>
<p>Gottfried: Wenn man anfängt, Musik zu machen, dann will man am liebsten an einem Abend die Welt niederreißen, aber Rom ist ja auch nicht an einem Tag erbaut worden. Man muss die Früchte langsam reifen lassen, dann wächst man mit ihnen. Bei ein paar Künstlern ist es natürlich auch so, dass sie sich zuerst etwas in den Kopf setzen, und dann, wenn sie es erreicht haben, wollen sie es nicht mehr – wir sind da bodenständig und zum Angreifen geblieben. Uns ist es wichtig, dass der Gast nicht das Gefühl hat, unerwünscht zu sein. Wir stellen uns nach dem Konzert raus, reden, schreiben Autogramme – das macht auch nicht jeder! Öffentlichkeit gehört einfach dazu, damit musst du leben, und wir haben die Menschen ja auch gern!</p>
<h4>TICKET: Du bist ja auch solo aktiv, was unterscheidet sich da zum Nockalm Quintett?</h4>
<p>Gottfried: Wenn man eine Nockalm CD macht, dann erwarten sich die Leute 100 Prozent Nockalm, und das ist gut so, das bieten wir ihnen auch. Die neue CD ist vielleicht ein Eck moderner produziert, aber das tut niemandem weh, weil es einfach immer noch Nockalm pur ist. Bei meinem Soloalbum kann ich verschiedene Facetten, die ich zumindest glaube drauf zu haben, zeigen. Alle Titel werden ausschließlich von mir komponiert, da kann ich dann zum Beispiel auch einmal einen italienischen Titel singen, was beim Nockalm Quintett nicht funktionieren würde. Da geht’s nicht um Geld oder Erfolg, sondern nur darum, dass ich den Menschen zeigen will, dass ich auch noch etwas anderes kann!</p>
<h4>TICKET: Welche Pläne hat das Quintett für die Zukunft?</h4>
<p>Gottfried: Erfolg kann man vielleicht ein bisschen steuern, aber nicht programmieren. Erfolg ist ein Dankeschön vom Publikum an die Band! Wenn ich ein Haus baue, dann brauche ich einen Grund, ein gutes Fundament – und bei uns ist das genauso. Daher bauen wir auf unsere Gesundheit, die ist in unserem Alter schon sehr wichtig! Natürlich leben wir auch, ich trink gern mal mein Achterl Wein, ich brauch meine Freunde, mein Zuhause, ich brauche Gesellschaft wie auch meine Auszeit, dann male ich oder bin im Fitnessraum oder setze mich einfach ins Auto und fahre durch die Gegend, höre Ö2 und schalte so richtig gut ab. Das sind so die kleinen Sachen, die wichtig sind. Und natürlich: Zufriedenheit! Ich hab mich schon oft gefragt, wie das wohl wäre, wenn ich ganz viel Geld hätte, aber da wäre ich wohl sehr unglücklich, ohne Verzicht hat man keine Visionen mehr, man muss ein bisschen zehren können. Daher spielen wir ja oft auch für Benefizveranstaltungen, wo unser Management immer eine sehr gute Auswahl trifft. Wir schauen, dass wir den Menschen auch etwas zurück geben können!</p>
<p>&nbsp;</p>
<address>Interview: Gary Lux</address>
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<p><strong>Live schwebt es sich gemeinsam mit den sympathischen Kärntnern am besten auf der Wolke 7, unter anderem am großen Schlager Open Air am Klopeiner See (9. Juni), am Fuschlsee Open Air am 7. Juli, im Rahmen der <em>3 Giganten der Volksmusik</em> auf der Seebühne Mörbisch (4. September), am großen Nockalmfest in Millstatt (21. September), auf der Schlagernacht des Jahres in der Wiener Stadthalle (28. Oktober) und im Rahmen der <em>Zauber der Weihnacht</em>-Tournee ab 7. September in ganz Österreich!</strong></p>
<p><a href="http://www.oeticket.com/de/suche/#search_string=nockalm&amp;category%5B%5D=&amp;city=&amp;venue=&amp;country=&amp;timeinterval=0&amp;from%5Bd%5D=&amp;from%5Bm%5D=&amp;from%5BY%5D=&amp;to%5Bd%5D=&amp;to%5Bm%5D=&amp;to%5BY%5D=&amp;extended=0&amp;from_submit=1">Tickets gibt es hier! </a></p>
<p>&nbsp;</p>
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